Bevor eine bestimmte Therapie zur Behandlung einer erektilen Dysfunktion in Betracht gezogen wird, sollten möglichst alle Risikofaktoren beseitigt werden.
Da die Störungen des Gefässsystems zu den häufigsten Ursachen zählen, spielen vor allem Massnahmen zur Vorbeugung einer Arterienverkalkung eine grosse Rolle.
Die Anpassung der Ernährungsgewohnheiten und des Lebensstils wirken sich auf auf die Begleiterkrankungen einer erektilen Dysfunktion positiv aus und können zu einer Verbesserung der Erektion führen.
Entsprechende Studien belegen beispielsweise, dass alleine durch gezielte Gewichtsabnahme und die Steigerung der körperlichen Tätigkeit eine deutliche Verbesserung der Erektionsfähigkeit erzielt werden kann.
Die Umstellung der Ernährungsgewohnheiten bedeutet:
Alle diese Massnahmen wirken sich sich positiv auf das Körpergewicht und auf die Begleiterkrankungen einer ED aus.
Tägliche leichte sportliche Betätigung über mindestens eine halbe Stunde ist ein wichtiger unterstützender Faktor bei dernichtmedikamen-tösen Behandlung einer erektilen Dysfunktion.
Betablocker oder Thiazide wirken sich erwiesenermassen negativ auf die Erektionsfähigkeit aus. Aus diesem Grunde ist es sinnvoll , Herz-Patienten, welche Betablocker einnehmen, auf Medikamente wie bspw. ACE Hemmer ( bspw. Elanapril) oder Angiotensin II -Antagonisten umzustellen. Diese Medikamente wirken sich sich kaum negativ auf die Erektionsfähigkeit aus.
Das Verhindern einer frühzeitigen Ausbildung einer Gefässschädigung durch einen erhöhten Blutzuckerspiegel bei Diabetikern kann nach ärztlicher Beratung durch selbstständige Kontrolle des Zuckergehaltes im Blut und entsprechend angepasster Diät erreicht werden.
Uebermässiger Konsum von Alkohol und Nikotin, wirken sich negativ auf die Erektionsfähigkeit aus. Eine Änderung hin zu einem Lebensstil mit weniger Zigaretten und Alkohol ist deshalb in vielen Fällen eine sehr wirksame Massnahme.
Erektionsprobleme sind nicht selten auch mit Stress am Arbeitsplatz oder im Privatleben verknüpft. Bei Beziehungsproblemen ist ein Gespräch mit dem Partner deshalb in jedem Fall hilfreich, um bestehende Ängste und Erwartungen beider Seiten zu diskutieren.
Ist eine psychische oder seelische Ursache der Erektionsstörung wahrscheinlich, empfiehlt sich zudem das Einleiten einer Partnerschafts- oder Sexualberatung zur Besprechung und Therapie von Partnerschaftsproblemen.
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